Reviewflut
Ich hab es endlich geschafft die Reviews von allen Spielen, mit denen ich die Semsterferien verbracht habe, online zustellen. Der Zeitmangel hat hier eine entscheidenten Rolle gespielt. Aber hier sind sie nun:
- Overlord
- Age of Empires 3 – The Asian Dynasties
- Universe at War – Earth Assault
- Half Life 2 + Episode One + Episode Two
- Dawn of War – Soulstorm
- BioShock
- Command & Conquer 3 – Kanes Warth
Soweit so gut. Mein Rechner ärgert mich noch mit Treiberprobleme, was Video gucken zu einer sehr nervenaufreibenden Angelegenheit macht. Spiele technisch bin ich momentan an Assasin’s Creed dran, mal schauen wie sich das ganze noch entwickelt. Dann gibt das Review hoffentlich früher =)
Hier im Blog hab ich ein kleines Downloadmodul eingebaut, da es mich interesiert, wieoft meine Files hier runtergeladen werden. Das anhand von Trafficmessung zu schätzen ist doch etwas ungenau. Das Modul hat zwar nur rudimentäre Funktionen und ist bei weitem keine vollständige Downloadverwaltung, aber das beste was ein WordPress-Plugin momentan hergibt und für meine Zwecke auch ausreichend.
Review: Command & Conquer 3 Kanes Warth
Das Add-On zu Command & Conquer 3 dreht sich zumindest im Einzelspieler ganze um Kane, den charismatischen Anführer der NOD. Es sollen offene Fragen und Handlungsstränge von Command & Conquer – Tiberian Sun Firestorm bis zu Command & Conquer 3 geklärt werden. Dies ist zumindest teilweise gelungen, was den Verbleib des Supercomputer KABAL der NOD angeht. Ansonsten wirft das Add-On weitere Fragen auf, speziell was die Alien Rasse Scrin angeht.
Grafisch und am Sound hat sich im Vergleich zum Hauptspiel nichts geändert. Am ehesten ist es mit Command & Conquer: Generäle – Die Stunde Null zu vergleichen: Es kommen für jede Fraktion zwei Unterfraktionen dazu und man benötigt das installierte Hauptspiel, obwohl das Add-On keine Datei daran ändert – etwas Überflüssig das ganze, vor allem da viele Daten doppelt auf der Festplatte liegen.
Aber zur Kampagne: Die ist 13 Missionen lang und erstreckt sich, was die Story angeht, vom Ende des Tiberian Sun Add-Ons Firestorm bis nach dem Ende von C&C 3. Man spielt nur auf Seiten der NOD, was etwas eintönig ist. Ich hätte auch gerne in der Story die neuen Unterfraktionen von GDI und Scrin kennen gelernt, aber das geht nur in den Skirmish-Gefechten und dem World Domination Modus. Zwischen den Missionen gibt es wieder Zwischensequenzen mit realen Schauspielern – diese wirken aber noch aufgesetzter als im Hauptspiel und der immer gleichen Hintergrund langweilt auf Dauer. Die Missionen verdienen größten Teils auch keinen Innovationspreis, meistens sind es Missionen ala „Zerstöre dies“, „Zerstöre dann das“, etc. Die wenigen Schleichmissionen laufen zwar aufs gleiche hinaus, aber wenigstens muss man taktische vorgehen, da man nur sehr wenige Einheiten hat. Restlos überzeugt hat mich das alles nicht.
Wenigstens im Skirmish-Modus kann Kanes Wrath überzeugen. Die Unterfraktionen mit ihren Ausrichtungen auf eine spezifischen Einheitentyp passen gut ins Spiel und bringen taktischen frischen Wind in das ewige Tankgespamme. Dazu gibt es ein paar sehr gute Balancing-Änderungen: so hat z.B. ein Gebäude, das per Scrin-Mastermind übernommen wird keine Bauradius mehr – somit sind plötzliche Angriffe mit einem Mutterschiff nur noch sehr schwer möglich.
Der World Domination Modus kann mich nicht restlos überzeugen. Zum einen gibt es keine festen Gebiete, jede Armee hat einen festen Bewegungsradius. Das ganze läuft trotzdem noch Rundenweise ab. Er ist aber vor allem eines: Bockschwer. Ich habe die normale Kampagne auf Mittel durchgespielt, was mich vor keine großen Probleme gestellt hat, nur die letzte Mission hat mich etwas ins schwitzen gebracht. Aber im World Dominations Modus kann ich keinen Stich machen, nicht mal auf leicht. In den Skirmish Missionen, die künstlich auf eine extrem kurze Länge gedrückt werden durch das Aufdecken der Karte nach wenigen Minuten werden ich entweder sofort überrannt oder ich überrenne den Gegner – Platz für taktische Spiele ist hier nicht. Außerdem bin ich irgendwie zu langsam – während ich kaum ein paar Einheiten und ein wenig meine Basen ausgebaut hab, haben meine Gegner schon Superwaffen. Der Modus wird zwar „nur für Experten“ ausgewiesen, aber die wirklichen Experten spiele doch eher im Internet – Aber dieser Modus ist ja nur was für Einzelspieler und hat mit diesem enorm hohen Schwierigkeitsgrad seine Zielgruppe verpasst.
Mein Fazit: Das Add-On ist für C&C Fans, die vor allem im Multiplayer spielen Empfehlenswert. Ich werde vorerst weiter bei StarCraft: Broodwar bleiben.
Review: BioShock
Eines der Überraschungshit im Shooterjahr 2007, jetzt auch bei mir. Die Demo sah auf meinem alten PC schon ganz anständig aus, aber auf meinem neuen Rechenknecht konnte ich voll auf drehen. Die Unreal Engine 3 lässt ihre Muskeln spiele und sieht fantastisch aus, wie das ganze Spiel. Nur die Glanz- und Bloomeffekte fand ich etwas übertrieben. Das ganze Spiel bzw. die Unterwasserstadt Rapture ist im Art-Deco Stil gehalten, was eine willkommene Abwechslung zum WW2-Shooter-Einheitsbrei darstellt. Die Levels sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet, es macht Spass Rapture einfach nur zu erkunden und die vielen kleinen Details zu entdecken. Leider ist das Leveldesign sehr linear und bietet wenig Freiheit. Das tut zwar der genialen Atmosphäre keine Abbruch, aber etwas trübt es das ganze dann doch.
Auch das Design der Waffen glänzt mit Innovationen. Für jede Waffe gibt es unterschiedliche Munitionstypen, die unterschiedliche Vor- und Nachteile gegen die Gegner haben. Anti-Personen Munition ist gut gegen die Splicer, genetisch veränderte Menschen und die Hauptgegner, Anti-Panzer Munition wirkt dagegen gegen die Big Daddy Wunder. Diese großen Gegner beschützen die sog. Little Sisters, die Rapture nach genetischem Material absuche, mit den neue Plasmide, genetische Upgrades für den Körper, hergestellt werden. Man wird, nachdem man einen Big Daddy besiegt hat, vor die Wahl gestellt, die kleine zu retten, was zwar sofort weniger Adam bedeuten, mit dem Plasmide gekauft werden können, aber dafür immer wieder Geschenke mit zusätzlichem Adam beschert. Beutet man die Kleinen dagegen aus heißt das Sofort mehr Adam. Je nachdem wie man sich entscheidet ändert sich auch die Endsequenz – rettet man Rapture und die Little Sisters oder ist man nicht besser wie der machtbessene Andrew Ryan und sein Gegenspieler Frank Fontaine? Durch diesen Aspekt bekommt BioShock ein sozialkritisches Element. Nicht nur deswegen ist BioShock weniger für Jugendliche geeignet – ich hab die ungeschnitte Fassung gespielt, die teils sehr brutal ausfällt. In Kinderhänge gehört das Spiel auf keinen Fall.
Aber wieder zurück zum eigentlichen Spiel. Neben der exzellenten Grafik, der tollen Leveldesign, der genialen Atmosphäre und dem für einen Shooter genialen Story gibt es aber auch spielerische Schattenseiten:
Die Kämpfe gegen die Big Daddy sind auf Dauer immer das gleiche und werden zum Ende hin öde. Der erste Big Daddy ist eine echte Herausforderung, gerade weil man nur recht schwache Plasmide und Waffen besitzt. Später nimmt man die schweren Kerle in ihren antiken Taucheranzügen im Handstreich. Auch die restlichen Gegnertypen sind wenig Abwechslungsreich. Es gibt neben den Big Daddy nur drei Arten von Splicern, das wars dann schon. Etwas mehr Abwechslung hätte hier gut getan. Auch die in späteren Levels immer häufiger Auftauchenden Sicherheitskameras, die Alarm auslösen wenn man zu lange in ihrem Sichtbereich verweilt nerven irgendwann nur. Auch das Hacken von Automaten, Sicherheitsrobotern und Safes macht am Anfang Spaß, aber spätestens nach dem fünften ist es langweilig. Das Prinzip ist einfach: wie im Klassiker „Pipemania“ verlegt man Rohre, damit eine Flüssigkeit vom Anfang zum Ende fließen kann. Etwas mehr Abwechslung, z.B. zwischen Safes und Automaten, währe ihr sehr gut gewesen, da das Spiel ohne Hacken sehr schwer wird. So war der Schwierigkeitsgrad für mich aber angenehm. Zwar fordernd, aber nicht zu schwer.
Ein kleines Hindernis bot sich mir noch bei der Installation: Das Setup wollte unbedingt den Patch runterladen, obwohl ich ihn schon auf der Platte hatte. Wenn man den Download abbricht bricht die komplette Installation ab und das Spiel verschwindet wieder von der Festplatte. Also habe ich das Teil den 20MB Patch durch keine dünne Leitung quetschen lassen – mit der Ergebnis, dass der Patch nicht mal installiert wurde. Außerdem war mir die Maus selbst mit Patch noch ein wenig zu sensibel, aber immerhin besser als in ersten Version.
Trotz allem: für volljährige Shooterfans mit leistungsstarker Hardware ist BioShock ein Must-Have!
Review: Dawn of War – Soulstorm
Das zweite Add-On zu Dawn of War kam wieder als Semi-Standalone wie Dark Crusade daher – und dass sind nicht die einzigen Gemeinsamkeiten. Wie Dark Crusade hat man in Soulstorm alle jetzt neun Rasse im Einzelspieler zur Verfügung, der wieder auf einer rundenbasierten Karte und Skirmish-Gefechten stattfindet. Hier gibt es keine spielerischen Unterschied zum Vorgänger, das groß angekündigte Erobern eines ganzen Sonnensystems ist spielerisch exakt gleich wie das eine einzelnen Planeten: Engstellen auf der Karte wurden durch Verbindungen zwischen den Planten ersetzt, sonst keine Änderungen.
Die neuen Völker, namentlich die dunklen Eldar und Apdeta Soritas (oder wie man die schreibt, Sisters of Battle halt) bringen gerade mit ihren neuen Spezielfähigkeitssystem frischen Wind. Statt wie bisher über die Helden werden nun die Fähigkeiten direkt im HUD ausgewählt, sollten genug von den individuellen Ressourcen vorhanden sein.
Die Einzelspielerkampagne (ich hab als Eldar gespielt) überzeugt nur in den Festungsmission, die richtig gut vom Design her sind und auch fordern. Ansonsten sind es Skirmish-Gefechte, die zudem recht einfach sind. Zu beginn der Kampagne sind die Gegner viel zu Passiv und überlassen mir fast die ganze Karte mitsamt den Ressourcen, später überrennen ich sie einfach mit meiner riesigen Honor-Guard. Der Schwierigkeitsgrad ist aus meiner Sicht (normal) für einen Erfahrenen Dawn of War Spieler kein Problem.
Im großen und ganzen ein Aufguss von Dark Crusade, in jeder Hinsicht. Die neuen Völker sind ein zwar Bereicherung, aber sie währe auch Verzichtbar gewesen, zugunsten von Dawn of War 2.
Review Pack: Half-Life 2 + Episode One + Episode Two
Da ich beide Episoden nicht durchgespielt habe bzw. noch nicht hatte und ich Half-Life 2 im Herbst 2004 durchgespielt habe und es damit schon sehr lange her war, hab ich beschlossen alles in einem Rutsch durch zuspielen.
Große Unterschiede gab es hierbei nicht. Alle Spiele glänzen mit guter, aber leicht angestaubten Grafik, den tollen Physikrätseln inkl. Gravity Gun, dem Leveldesign und nicht zuletzt er Story.
Episode One ist viel mehr ein leichter Aufguss als eine echte Fortsetzung zu Half-Life 2, schon die Spieldauer mit gerade mal 3 ½ Stunden ist gerade zu lächerlich. Die größte Neuerung ist dass man kaum Munition hat. Die meiste Zeit spielt die Episode im Dunkeln und man muss die Gegner anleuchten, damit sie Alyx abschießen kann. Zwar am Anfang ganz nett, aber es nervt auf Dauer einfach – ich will selber ballern!
Episode Two spielt sich da schon erfrischender. Es ist insgesamt fast doppelt so lang (6 ½ Stunden) und glänzt mit sehr gutem Leveldesign. Die Achivements motivieren und man erfährt mehr von der Story – in Episode One drehte sich alles darum, möglichst schnell aus City 17 zu verschwinden. Trotzedem bleiben noch sehr viele Fragen offen, die hoffentlich in Episode Three oder einen weiteren Nachfolger endgültig aufgeklärt werden. Alles in allem trotzdem Spielenswert und weiterhin einer der besten Ego-Shooter, die jemals erschienen sind.
Review: Universe at War – Earth Assault
In diesem Spiel hatte ich den meisten einen kleine Vorsprung, da ich es bereits Mitte November anspielen konnte. Die Redaktion des Printmagazins PCGames hat zur sog. Sneak Peak geladen, diesmal mit Universe at War. Nach mehreren gescheiterten Bewerbungen meinerseits war ich diesmal dabei, und es hat sich gelohnt: ich konnte ein sehr gutes Strategiespiel an testen und bekam die Vollversion als Dankeschön auch noch geschenkt =)
Zu UaW selber: Nachdem es einige Verwirrungen mit dem Titel gegeben hat (ursprünglich sollte „Earth Assault“ durch „Angriffsziel Erde“ ausgetauscht werden, warum es wieder zurück geändernt wurde ist mir nicht bekannt) kam das Spiel Ende Januar in die Läden, fast 2 Monate nachdem es in den USA veröffentlicht wurden, warum auch immer. Die Beta Version die ich bei der Sneak Peak gespielt habe war schon komplett in Deutsch.
Die Grafik des Spiels kann sich sehen lassen: das Design der Einheiten und Gebäude ist sehr gut, jeden Rasse ist klar von einander Trennbar. Dazu sind die Völker nicht dem Strategieeinheitsbrei entsprungen, sondern Punkten mit erfrischend Innovativen Design, wie ich es sonst nur in StarCraft gesehen habe. Auch die Effekte können sich sehen lassen. Leider kann die Umgebung damit nicht ganz mithalten. Zwar sind die Levels schön designed, aber die Untergrundtexturen sind Matschig und damit im Kontrast zu den sehr detaillierten Einheiten und Gebäuden.
Die Story der Einzelspieler-Kampagne ist schön erzählt und zählt ebenfalls nicht zum Einheitsbrei. Man spielt wwechselnd alle Rassen, zuerst in einer linearen Kampagne die Novus (die aus dem Apple-Designstudio stammen könnten) und die Hierarchie. Die Masarikampagne spielt auf einer rundenbasierten Weltkarte, allerdings verliert die Geschichte hier Massiv an Tempo und wird langweilig. Den Welteroberungsmodus kann man auch getrennt spielen, hier mit bestimmten Ausgangssituationen (z.B. nur ein eigenes Gebiet, Rest vom Feind erobert; eigenen Gebiete weit verstreut). Insgesamt weiß die Story aber zu Überzeugen.
Das Interface ist sehr übersichtlich und durchdacht, die Show-Kamera ein nettes Gimmick, aber nicht mehr. Das man seine Gebäude direkt über Schalter auswählen kann freut die Neulingen, Veteranen meckern über die Macro-Vereinfachung. Die Kamera hing vor dem Patch noch sehr nahe am geschehen. So kamen zwar die detaillierten Einheiten besser zur Geltung, aber die Übersicht litt doch deutlich. Gerade wenn ein Läufer der Hierarchie im Bild war konnte man ansonsten nichts mehr auf dem Bild erkenne – erfüllte den kompletten Bildschirm aus. Jetzt ist es um einiges besser.
Was mir aber sauer auf stößt (und das nicht zum ersten Mal) ist Windows Live, was mich zwei Tage vom Spielen abhielt. Das Problem war das gleich wie bei einem indizierten Shooter von Epic Games: Nach ca. 2 Minuten stürzte das Spiel ab, egal was ich mache: Introvideo gucken, im Menü Einstellungen vornehmen, oder direkt Spielen. Abhilfe schaffte zwar ein Update dafür, aber es nervt schon, das eine Third-Party Software ein Spiel quasi unbrauchbar nicht. Das passierte auch nicht nur mir, die Beschwerden im offiziellen Forum häufen sich. Zumal der Patch-Support sehr träge ist. Anfang Januar wurde gemeldet, was die Ursache der Abstürze behoben sie. Es sollte noch bis Anfang März (!!!) dauern, bis der dazugehörige Patch erschient. Dies und die Tatsache, dass man zum Ladder spielen eine Windows Live Gold Account braucht, der kostenpflichtig ist, war wohl der Gnadenstoß für das Spiel. Ich vergleiche es hier gern mit Rise of Legends: ein sehr gutes Spiel, da mit Bugs, verspäteten Patches und Imbalance im Mehrspielermodus seine Fans verliert.
Review: Age of Empires 3 – The Asian Dynasties
Das zweite Add-On zu AoE3 verspricht mit den drei neuen, asiatischen Kulturen einiges an Abwechslung im Vergleich zum Hauptspiel und dem ersten Add-On „The Warchiefs“.
Das Add-On bietet für jede der drei Kulturen (Japaner, Chinesen, Inder) eine eigenen Kampagne mit jeweils 5 Missionen.
Die Grafik ist zwar immer noch sehr gut, aber der „Wow“-Effekt des Grundspiels ist weg – andere Entwickler haben in Sachen Grafikqualität nachgezogen. Die Musik ist noch exakt die gleich wie im Grundspiel, nur ist sie jetzt etwas unpassend: Westernklänge im asiatischen Raum nagen doch etwas an der Atmosphäre.
Zu den Kampagnen: Die erste ist die Japaner Kampagne und orientiert sich Stark an historischen Gegebenheiten. Das Leveldesign ist die große Stärke des Add-Ons, hier hat Big Huge Games (die schon Rise of Legends entwickelt haben) ganze Arbeit geleistet. Die Levels sind schön gestaltet und fordernd, Langeweile oder künstliche Länge tritt nur sehr selten auf.
Auch die Chinesen Kampagne hat diese Stärken, mit Ausnahme der Story: die ist so hanebüchener Schwachsinn, dass es kaum noch zu überbieten ist. Chinesen landen in Amerika und kloppen sich mit den Ureinwohnern – und das alles Aufgrund eines realitätsfremden, völlig verzogenen Anführers. Das Leveldesign bleibt dafür auf hohem Niveau, die neuen Features wie Schätze im Wasser mit den dazugehören Wächtern sind gut integriert.
Kommen wir zur letzten Kampagne: die Inder in ihrem Unabhängigkeitskampf. Dies Kampagne orientiert sich wieder Stark an historischen Ereignissen, wobei es die Fraktion, die man hier spielt mit Gandhis gewaltlosen Weg wohl nicht so hat. Hier werden britische Festungen gestürmt was das Zeug hält. Die beste Neuerung bei den Indern: die lange vermissten Kriegselefanten sind zurück. Die komplette Kavallerie der Inder besteht aus Elefanten. Zwar etwas übertrieben, aber freut mich als Age-Veteran um so mehr.
Somit ist das zweite Add-On ein muss für jeden AoE3 Fan, sowohl im Einzel- als auch im Mehrspieler. Die neuen Völker bringen Schwung in das Age Universum. Leider ist der Einzelspielerteil recht kurz, im Schnitt hab ich 20 Minuten pro Szenario gebraucht. Trotz allem hat sich der Kauf für mich gelohnt.
Review: Overlord
Overlord versprach, ein innovatives Actionspiel zu sein, in dem man einen bösen Helden spielt. Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Klar, das Kampfsystem mit den Schergen ist neu und absolut genial, aber so richtig böse ist man nicht. Man ist zwar böse, aber bekämpft, die, die noch böser sind. Klingt verwirrend? Ist es auch, muss man erstmal durchsteigen. Die Story verdient jetzt zwar insgesamt keine Innovationspreis, aber ist gespickt mit vielen netten Details und Anspielungen. Das Spiel hat viele Züge eine Parodie, so sehen z.B. die Häuser der Halblingen aus wie die der Hobbits aus Herr der Ringe.
Womit wir schon bei der Grafik währen. Die legt zwar keinen neuen Maßstab fest, ist aber doch sehr schick. Die Texturen sind detailliert, die Effekte passend und die Levels sind mit viel Liebe zum Detail ausgestaltet. Leider sind sie fast schon schlauchartig, wirklich frei bewegen kann man sich darin nicht. Schon deshalb, weil es viele künstliche Barrikaden wie Wasser (außer den Blauen kann kein Scherge schwimmen), Klippen oder ähnliches. So ist Overlord ein lineares, aber spaßiges Actionspiel. Die Musik kommt kaum zur Geltung, die Soundeffekte sind gut unter unterstreichen das Geschehen. Die Witzigen Kommentare von Gnarl, dem Schergenmeister, den Schergen oder der Mätresse (in meinem Fall Rosa da ich viel mit den Braunen und Blauen Schergen gespielt hab) brachten mit ein ums andere Mal zum Schmunzeln.
Kommen wir zum Spiel selber: das System mit den Schergen ist innovativ, keine Frage. Und die Steuerung funktioniert am PC sehr gut – alles andere währe auch Peinlich, da es ein elementarer Bestandteil des Spiels ist. Nur wenn man einzelnen Schergen von Hand steuert ist die Steuerung ein wenig über sensibel, aber solche Sequenzen gibt es nicht allzu oft. Meist reicht es, eine Schergentyp auszuwählen und den Gegner anvisieren. Schon rennen die kleinen Kobolde auf den Gegner zu und hauen drauf, bis er tot ist. Gleiches gilt für das einsammeln von Gegenständen. Schergen auswählen, drauf zielen und losschicken. Fertig. Die Diener laufen hin und holen den Gegenstand. Oder zerschlagen Truhen, Vasen oder ähnliches, und bringen dem Spieler die enthaltenen Gegenstände.
Aber Overlord hat nicht nur positive Seiten. So innovativ das Spielprinzip auch ist, immer nur die Schergen losschicken und warten bis sie gewonnen haben ist auf Dauer etwas öde. Zwar wird es zum Ende hin taktischer, so dass man seine Schergen klug aufteilen und positionieren muss, aber eine wirklich große Änderung ist auch das nicht.
Die Spielzeit fiel bei mir mit 16 Stunden gut aus, für ein Actionspiel ein durchaus angemessener Wert. Die Wiederspielbarkeit dürfte nicht ganz so hoch sein, da es doch am Ende aufs gleiche Hinausläuft, welche Mätresse man wählt und wie Böse man spielt.
Ich hab bisher das “normale” Overlord gespielt. Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, dass ich für ein paar zusätzliche Levels aus “Raising Hell” nochmal komplett Zahlen muss. Aber die gibt inzwischen als einzeln Download. Da freut sich meine Internetverbindung.





